„Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen“

So heißt es in einem Lied von Xavier Naidoo. Wer ist die Person, mit der Sie etwas schaffen? Haben Sie einen guten Freund, der mit Ihnen auf dem Weg ist? Oder in welchen Kreisen finden Sie Rückhalt? Wer wirkt auf dem Weg durchs Leben unterstützend? Denken Sie vielleicht an eine bestimmte Person?

– Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und überlegen Sie sich, wer Ihr Leben begleitet. Schreiben Sie evtl. die Namen konkret auf, um sich bewusst zu machen, wer ein WEGBEGLEITER in ihrem Leben ist. –

Wenn ich gefragt werde: „Was ist der Hl. Franziskus für dich?“ kann ich sagen, dass er der Gründer des Ordens ist, in dem ich leben will. Aber das kann genauso so interessant sein, wie wenn ich Ihnen sagen würde, dass eine Person der Gründer des Drogeriemarktes ist, wo ich meine Drogerieartikel kaufe.

Daher würde ich den Hl. Franziskus eher als meinen Wegbegleiter beschreiben. Durch verschiedene Quellen, von Zeugen oder Franziskus selber verfasst, bekomme ich einen Einblick in sein Leben, Denken und Wirken.

Er, der auf radikale Weise Christus nachgefolgt ist, versuchte sein ganzes Leben in Einklang mit Gott und seiner Umwelt zu bringen. Sein Wegbegleiter ist in erster Linie die Botschaft Christi selber, die durch Betrachtung des Kreuzes und der Hl. Schrift für Franziskus schlüssig und konkret  wurde.

Hier können wir natürlich nicht von einer physischen Wegbegleitung sprechen, wie wir es bei einem Freund oder engen Vertrauten tun würden. Die Botschaft Christi hat sein Denken stark geprägt, vielleicht wird diese intensive Aufnahme der Botschaft Christi durch die Stigmata am Ende des Leben des Hl. Franziskus deutlich. Diese Aufnahme der Botschaft begeistert Menschen bis heute, Franziskus und somit Christus nachzufolgen.

Für mich sind also Franziskus und Christus konkrete Wegbegleiter meines Lebens. Jesus vermittelt mir die Grundlage dessen, was es heißt, ein erfülltes Leben zu führen. Christus hat eine Antwort und eine klare Vorstellung. Und Franziskus zeigt mir die konkrete Umsetzung der Botschaft Christi und die Gestaltung meines Lebensstils und Handelns.

Man kann Franziskus als Ratgeber sehen, wie man eine intensivere Christusbeziehung leben kann, genauso wie sich manche einen Ratgeber kaufen, wenn sie einen Job beginnen oder eine neue Aufgabe wahrnehmen.

Realistisch sein! Ein Wegbeleiter berät mich auf dem Weg, den ich gehe, aber manchmal bin ich naiv oder denke, dass ich es besser weiß. Auch bei mir ist es manchmal so, dass ich nicht auf Franziskus höre, wo ich oft im Nachhinein denke: “Hätte ich mal besser…”, aber das gehört zum Menschsein dazu, Grenzen zu übertreten, auch mal naiv zu sein. Das hat manchmal negative Auswirkungen, aber es lässt uns auch unseren individuellen Weg gehen.

Wenn Sie an ihre persönlichen Wegbegleiter zurückdenken und mal überlegen, wann Sie Ihre Wegbeleiter um Rat fragen, können Sie evtl. eine weitere Meinung hinzuziehen: Wenn Sie auf den Hl. Franziskus schauen oder in die Hl. Schrift, die den Weg des Hl. Franziskus begleitet hat. Sie müssen natürlich die Quellen des Franziskus und die Hl. Schrift auf Ihr Leben übertragen. Dafür gibt es viele Hilfestellungen im Internet oder in Büchen, oder bei Menschen, die schon mit Christus auf dem Weg sind, also trauen Sie sich mal, dort Rat zu suchen.

Und eventuell können Sie dann sagen: Alleine hätte ich das nicht geschafft, aber mit Franziskus schon.

 


Über den Impulsgeber:

Julian Kendziora ist Mitgründer des Forum Franziskus und war bis August 2017 Mitglied des Orga-Teams. Seit August 2017 ist er Mitglied im Kapuziner Orden und lebt in Salzburg.

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